Yeah, wenn ein Escort einem Petrolhead das Wasser in die Augen treibt, handelt es sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit um einen Ford Escort Mk I RS2000. Kleine Karre + großer Motor + Heckantrieb = Erfolgsrezept = brennende Gummis = Spaß ohne Ende. Aber das hier ist kein RS2000. Nein. Das Ding hier ist eine genmanipulierte Kampfmaschine, die nur die Züge eines Escorts trägt. Ein stinksaurer, angepisster Terrier, vollgepumpt mit Steroiden und Anabolika, dem du gerade auf den Schwanz getreten hast. Du hast Schiss? Zurecht!

Der RS2000 ist Spielzeug gegen diesen Kampfzwerg aus der Hölle. Dabei war die Basis dieses Fahrzeuges alles andere als vielversprechend. Als unser Ford Escort Mk I seinen neuen Lebenszyklus begann, war nicht mehr viel von ihm übrig. Zustand 4 hieß es. Zur Zeit des Wiederaufbaus wurde noch in D-Mark gerechnet, und eigentlich hätte jeder normale Mensch zu diesem Zeitpunkt die Karre auf den Schrottplatz befördert.

Alles neu unterm Blechkleid beim Ford Escort Mk I

Komplett heruntergekommen waren nur noch die tragenden Teile des Escort zu verwenden. Man munkelt, dass auch das Dach noch original sein soll. Das war es dann aber auch schon. Der Wagen wurde von Grund auf mit Neuteilen aufgebaut und unterscheidet sich von einem normalen Escort nur durch die geweiteten Kotflügel, um die 13 Zoll BBS Felgen unterzubringen. Und den eingespachtelten Heckbürzel, der die Optik nur noch radikaler macht. Vielleicht sollten wir noch die Scheinwerfer erwähnen – wir wissen nicht wie und warum, aber in der Frontmaske tun die Scheinwerfer eines Golf I ihren Dienst. Frankenstein lässt grüßen.

Die Technik unter dem Blechkleid hat mit dem RS2000 oder gar der Serie dann nur noch recht wenig zu tun. Ein auf 2098 ccm aufgebohrter 2 Liter OHC sorgt an der Hinterachse für Vortrieb und mobilisiert 224 PS. Damit er beim durchtreten nicht aus der Karosserie fliegt, wurde er mit World-Cup-Motorträgern befestigt. Die Schöpfer dieses Einzelstücks verfolgten ein klares Ziel, und das bestand darin, soviel Dampf wie möglich unter der Haube zu produzieren. Das wirkte sich auf nahezu alles aus. Zwar wurde sich viel aus der Ford Familie besorgt, insbesondere Teile des Capri 2,8 sind an vielen Ecken zu finden, aber auch Eigenkreationen waren notwendig. Die hintere Bremsanlage – die Anlage selbst ist übrigens wie sich das für einen Racer gehört auf 70 : 30 ausgelegt – ist eine Eigenkreation. Unbelüftet, jedoch geschlitzt und gelocht mit Scorpio Bremssätteln und Escort 5 Scheiben ist hier ein kleines Meisterwerk gelungen.

Die Liste an Modifikationen scheint endlos, und es würde den Rahmen sprengen hier alles aufzulisten. Ihr möchtet es dennoch wissen? Wir schicken euch eine Liste. Bis dahin stehen uns die Haare bei der Erinnerung an dieses Fahrzeug immer noch zu Berge. Ein Fahrzeug, vor dem dich deine Mutter immer gewarnt hat. Bitte schön, hier ist es!

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