Unser erster Gedanke, als wir den Wagen gesehen haben? “Wow! Was für eine geile Kiste!”

Der De Tomaso Pantera, der Panther, macht seinem Namen alle Ehre. Er sieht aus wie ein Raubtier, das auf der Suche nach Beute über die Landstraßen räubert.
Optisch ist er Sportlich/Aggressiv, liegt flach auf der Straße, allzeit bereit seine Opfer auf der Strecke hinter sich zu lassen.

Die auffällige Farbe unseres Exemplars mag für die Jagd vielleicht Kontraproduktiv sein, allerdings windet er sich geschickt um die Kurven und wenn seine Opfer Ihn dann entdecken ist es schon zu spät. Eingeschüchtert vom Klang und der Optik sind die Kontrahenten meist perplex und ehe sie sich versehen, ist der Pantera schon vorbeigezogen.

Soviel zur Raubtier Metapher.

Unser Exemplar ist ein 1972 gebauter De Thomas Pantera mit 351 Cleveland V8 Motor. Die genaue Leistung ist dem Besitzer unbekannt, genau wie der km Stand. Wichtig sind diese Infos ohnehin nicht, wenn man in diesem Wagen sitzt. Man ist schon abgelenkt genug vom Abenteuer ihn zu fahren, die Klangkulisse, der Geruch nach Benzin und das Feeling lassen keine Zeit zum Grübeln wie viele Pferchen im Rücken Schlummern. Es sind mehr als genug.

Auch über die Zuverlässigkeit dieser Fahrzeuge lässt sich wenig negatives sagen. Unser De Tomaso wurde auf einer Auktion in England ersteigert und im Anschluss auf eigener Achse nach Deutschland gefahren. Er ist von Grund auf restauriert, und im Großen und Ganzen original, mal abgesehen von ein paar Kleinigkeiten und vom Lack natürlich.

Patchwork – Ein argentinischer Besitzer, eine italienische Fabrik und ein amerikanisches Herz

Der Pantera selbst war ein Kind aus einer argenitsch-italienischen-amerikanischen Beziehung. Die Marke De Tomaso wurde vom Argentinier Alejandro de Tomaso in Italien gegründet, der Vorgänger des Pantera, der Mangusta, wurde hier gefertigt und war für den europäischen Markt bestimmt. Leider schaffte es der Mangusta nie zu den wirklichen großen Stückzahlen, so dass de Tomaso beschloss, für den Pantera eine Kooperation mit Ford einzugehen und den Sportler auf die Bedürfnisse des amerikanischen Marktes auszurichten.

Was nicht die schlechteste Entscheidung war. Rund 7000 Fahrzeuge des Pantera verließen in unterschiedlichen Ausführungen im Laufe der Zeit die Produktionshallen und räuberten mit den durchzugsstarken Ford V8 Motoren über die Straßen dies – und jenseits des Atlantiks. Die einfache Bauweise des Fahrzeuges tat der Beliebtheit dabei keinen Abbruch – im Gegenteil – Mittelmotor aus der Großserie, selbsttragende Karosserie und fette Gummis klingen schon auf dem Papier nach jeder Menge Spaß und Zuverläsigkeit. Das Dallara dann auch noch kräftig am Fahrwerk werkelte tat sein Übriges.

Die agressive Optik des Pantera spiegelt zudem seine Fähigkeiten auf der Straße wieder – eine Beschleunigung von 0-100 in 6,6 Sekunden, und die Tachonadel hört erst bei 245 km/h auf zu klettern. Die Werte sind selbst heute noch beeindruckend. Und wenn der Pantera dann formatfüllend im Rückspiegel auftaucht, macht man sowieso ehrfurchtsvoll Platz.

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