Die Straße, die sich an der schier endlosen Küsten entlang schlängelt. Du hast dir die Route schon Monate vorher zurechtgelegt. Der Wagen ist vollgetankt und die Begleitung adrett. Überraschen kann dir hier nur noch das, was du unterwegs siehst. Also los! Welcome to the US West Coast.

Raus aus den bekannten Gefilden

Seit mehreren Jahren geisterte bei mir der Wunsch durch den Kopf, überhaupt mal raus aus Europa zu kommen und insbesondere am Stereotyp „Amerika“ zu kratzen. Was steckt hinter Coca Cola, Surfboards, endless roads und den ganzen Filmen, Songs und Bildern? Der Entdeckerdrang ließ mich die ganze Zeit nicht los, so dass sich der Wunsch langsam aber stetig zum konkreten Plan entwickelte. Einige finanzielle und organisatorische Hürden später stieg ich dieses Jahr tatsächlich zusammen mit meiner Begleiterin in Düsseldorf ins Flugzeug, um über New York nach Seattle zu fliegen. Zurück ging es von San Diego. Dazwischen viele, viele Meilen nichts als Straße.

Nach unserer ersten, sehr kurzen Nacht ließen wir es ruhig angehen und machten uns nachmittags auf den Weg zu unseren Freunden in Portland, Oregon. Hier verbrachten wir die ersten vier Tage und lernten, dass die Menschen entgegen der landläufigen Meinung statt oberflächlich eher immer freundlich, aufgeschlossen und interessiert sind und amerikanisches Essen nicht nur aus Steaks und Burgern besteht. Portland an sich hat eine sehr lebhafte Kulturszene abseits des kommerziellen Mainstreams und bietet daher zahlreiche Möglichkeiten, Neues zu entdecken – und darum geht es bei dem Trip nun mal. Ein paar Tage länger wären hier nicht verkehrt gewesen.

Entlang der Küste

Gesättigt mit neuen Eindrücken führte uns der Sunset Highway 26 westwärts durch den Tillamook State Forest an die Küste, wo wir die ersten Meilen des berühmten Highway 101 zu unserem nächsten großen Ziel unter die Räder bekamen: San Francisco! Der Temperaturanzeige im Auto wollte ich bis zum ersten Zwischenstopp in Cannon Beach mit 16 Grad nicht so ganz Glauben schenken, aber eine absolut notwendige Jacke und eisige Füße sollten für die nächsten 800 Meilen unsere ständigen Begleiter werden. Immer an der Küste entlang cruisend stellte sich so langsam das Gefühl einer langen, spannenden Reise ein, auf der hinter jeder Kurve etwas Neues wartete. Während die die Eindrücke nur so auf uns einprasselten, ging es über Newport und Arcata durch den Humboldt Redwoods State Park an den Ausgangspunkt des Highway 1 in Leggett. Da wir jetzt schon in Kalifornien waren, wartete nur eins auf uns: America at it’s best.

Mit jeder Meile südwärts änderte sich die Landschaft, während uns die Straße durch die Küstenlinie führt. Überall neue Eindrücke, überall möchte man anhalten. Rechts immer das Meer und die Sonne mit ihrem unglaublich warmen Licht und phänomenalen Sonnenuntergängen. Links immer etwas Neues in der Umgebung. Es könnte ewig so weitergehen. Aber leider ruft uns die anstehende Mietwagenrückgabe in die Realität zurück, so dass wir uns hunderte beeindruckende Meilen später nach einer Überfahrt über die Golden Gate Bridge am Flughafen von San Francisco wiederfinden. Vom Highway geht es nun in die Großstadt…

 

Lust auf mehr?

Teil 2: Hier entlang!

Teil 3: Hier entlang!

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