Du fliegst Tausende Kilometer weit mit dem Flugzeug. Dann warten unzählige neue Eindrücke auf dich, während du deine Meilen an der NorCal-Küste sammelst. Nur damit dein Zwischenstopp San Francisco heißt und du aus dem Staunen nicht mehr herauskommst.

The City By The Bay

Nachdem uns bei der Vorbereitung der Reise klar wurde, dass Parken in San Francisco täglich bis zu 70$ verschlingen würde, fiel es uns nicht schwer, uns von unserem Ford Fusion zu trennen. Die urbane Taxi-Zukunft heißt Uber, ist verfügbar, wenn man sie braucht und kostet weniger als der Nahverkehr. Trotzdem bekommt man zu Fuß und auf dem Rad natürlich am besten mit, dass die Straßen wirklich so steil sind wie sie im Kultfilm Bullitt mit Steve McQueen aussehen. Ein bisschen körperliche Fitness setzt diese Stadt also durchaus voraus.

Getting around

Von unserem Hostel in Downtown waren alle Sehenswürdigkeiten schnell erreicht: Fisherman’s Wharf, Pier 39 und das latino-geprägte Mission District mit seinem sensationell relaxten Dolores Park und mexikanischen Taquerias sind wirklich sehenswert. Das Angebot einer Fahrradtour über die Golden Gate Bridge bis Sausalito mit anschließendem Fährtrip durch die San Francisco Bay ließen wir natürlich ebenfalls nicht ungenutzt. Sicherlich fragt sich der ein oder andere, wo der Alcatraz-Besuch bleibt, jedoch gab es weder verfügbare Tickets zum Vorbestellen noch hatten wir nach Erfahrungsberichten von Personen aus dem Hostel besondere Lust, uns ab 3 Uhr morgens mit 600 anderen Personen um 150 Resttickets für den Tag zu streiten.Es gibt auch die Möglichkeit, in seinem Urlaub einfach mal auszuschlafen und sich nach einem gemütlichen Streifzug durch Chinatown und Little Italy in North Beach bei Golden Boy Pizza ein paar Stücke Pizza zu gönnen und ein paar Lagunitas IPA in den Kopf zu stellen. Draußen scheint die Sonne, dein Bier ist kalt und aus der Jukebox kommt eine Mischung aus Led Zepplin und Charles Bradley. Und abends spielt zufällig noch deine Lieblingsband in der Stadt. Well, it’s the simple things in life…

El Camino Real

Fast forward sind wir wieder am Flughafen, wo wir leicht verkatert den nächsten Mietwagen für die zweite Etappe in Empfang nehmen. Statt des eher drögen Ford konnten wir erfreulicherweise einen Dodge Charger mit absolut notwendigen 292 PS abstauben. Beste Voraussetzungen also für den südlichen Teil des Highway 1, der uns ab Daly City zurück ans Meer bringt. Der Highway folgt nun mehr oder weniger exakt dem El Camino Real, einem historischen Reitweg, der die 21 ehemaligen spanischen Missionsstationen entlang der kalifornischen Küste zwischen Sonoma im Norden und San Diego, unserem Zielpunkt im Süden, verband. Die Ortsnamen existieren zusammen mit dem hispanischen Einfluss noch heute und zeugen von der abwechslungsreichen Geschichte der Region.

Elegant und stressfrei spannt sich das Asphaltband in den Horizont, wo nun langsam Santa Cruz auftaucht. Hier kommt man gar nicht umher, die im Vergleich zu den nördlicheren Gebieten wesentlich relaxtere Atmosphäre zu spüren. Flanierende Menschen auf dem Boardwalk, die ein paar Surfern beim Wellenreiten zugucken oder einfach angeln, tun halt ihr übriges dazu. Das Tagesziel liegt allerdings im für die Bucht namensgebenden Monterey, aber die letzten 50 Meilen vergehen schnell. Hier angekommen merkt man bereits deutlich, dass das für den in der Autowelt an Exklusivität unübertroffenen Concours d’Elegance und seine prominenten Einwohner bekannte Carmel-By-The-Sea nicht mehr weit ist. Die Dichte an teuren Autos ist hoch und morgen wartet auf uns das Filetstück des Highway 1.

 

Lust auf mehr?

Teil 1: Hier entlang!

Teil 3: Hier entlang!

 

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