Klein, kantig und knuffig steht er vor uns – der Golf 1. Haben beim Käfer noch die runden und weichen Formen das Äußere bestimmt, wurde in Wolfsburg für den Golf ein komplett anderes Design verwendet, dass mit den alten Werten brechen sollte. Etwas Neues musste her, der Käfer war mittlerweile angestaubt und schon in den frühen Siebzigern dachte man sich, dass Ecken und Kanten eigentlich gar keine so schlechte Idee sind. Und sowieso ist der Einser Kult. Punkt Aus.

Als wir die Möglichkeit hatten, den Golf von Christian vorzustellen, überlegten wir natürlich nicht zweimal! Hier ist das gute Stück und zeigt ziemlich eindrucksvoll, was mit den Dingern so alles möglich ist. Auf den ersten Blick dezent, aber im Detail liegt bekanntlich der Teufel – so auch hier. Die Liste an Modifikationen ist endlos und zaubert uns schon beim Lesen die Schweißperlen auf die Stirn. Wenn wir die Chance haben, diesen Golf 1 in unserer Garage zu haben sagen wir nicht Nein.

Was außen blinkt …

Fangen wir doch einfach mal von vorne an und arbeiten uns von außen nach innen – neben Original Türgriffen … von Porsche, Türschlössern in Chrom, glatt und clean gebügelten Kotflügelkanten, einem Schwalbenschwanzheck mit Postgolf Rückleuchten, Frontgrill in Hochglanzschwarz und Lenso BSX Felgen in 7,5×17 mit Sternen in Wagenfarbe und verchromten Schrauben optisch ein absolutes Highlight.

… und drinnen steckt

Das setzt sich auch beim Interieur fort, mit einer Heckjalousie in Wagenfarbe, Käfer Chrom Applikationen in den Türen, Handbremshebel und Schaltung in Chrom sowie einem MP3 Radio, das hinter einer Radioblende versteckt wurde.

Mindestens genauso nice verarbeitet ist aber auch der Motorraum – der 1,8 Liter Motor wurde mit einem 40er Webervergaser modifiziert, besitzt eine frei programmierbare Zündanlage und eine versteckt verbaute Lichtmaschine, damit die Optik auch ja nicht darunter leidet. Ebenso versteckt sind Scheinwerferkabel und die Stoßstangenschrauben im Motorraum wurden entfernt. Was haben wir sonst noch – spezial angefertigter Cleaner Ventildeckel ohne Öleinfüllstutzen und ohne Belüftung, CNC gefräster und geänderter Wasserstutzen in Chrom am Zylinderkopf, Zylinderkopf komplett von Haltern und Löchern befreit, Getriebe sämtliche Halter entfernt und Spiegelverchromt, Getriebehalter um geschweißt und anschließend verchromt, Wasserpumpe geändert und Verchromt, Anlasser Magnetschalter nicht sichtbar, Ölfilterhalter und Ölfilter entfernt, kleine Rennlichtmaschine und Spannvorrichtung komplett … puh. Und damit alles optisch passt wurde der Motor noch in Wagenfarbe lackiert.

Die ganze Laube wurde dann noch auf ein Airride TA Technics mit Festniveau und Fernbedienung gepackt, damit die Frontschürze wenn es sein muss auch schön über den Asphalt schrubben kann.

Von einer Frischzellenkur kann bei diesem Exemplar eigentlich keine Rede mehr sein, hier handelt es sich eher um eine gelungene Mutation aus dem Besten was der originale Einser zu bieten hatte mit dem Besten, was der neue Besitzer in das Blechkleid einpflanzen konnte. Wir sind auf jeden Fall schwer beeindruckt!

Danke für die großartige Strecke an Vent Artivity aka Sven!

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